BGH - Urteil vom 10.12.2008
KZR 54/08
Normen:
GWB § 1; HGB § 74 Abs. 2; BGB § 138; EGV Art. 81 Abs. 1;
Fundstellen:
BGHReport 2009, 693
GRUR 2009, 698
NJW 2009, 1751
Vorinstanzen:
OLG Stuttgart, vom 20.03.2008 - Vorinstanzaktenzeichen 10 U 228/07
LG Ellwangen, vom 02.11.2007 - Vorinstanzaktenzeichen 5 O 263/07

Wirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots; Auslegung des § 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) nach der Gleichstellung vertikaler und horizontaler Vereinbarungen durch die 7. GWB-Novelle; Anzuerkennendes Interesse als ausreichendes Auslegungskriterium in Abgrenzung zu einer durch den Vertragszweck gebotenen Notwendigkeit; Anwendbarkeit von § 74 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) auf den Subunternehmer des Klägers

BGH, Urteil vom 10.12.2008 - Aktenzeichen KZR 54/08

DRsp Nr. 2009/6813

Wirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots; Auslegung des § 1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) nach der Gleichstellung vertikaler und horizontaler Vereinbarungen durch die 7. GWB-Novelle; Anzuerkennendes Interesse als ausreichendes Auslegungskriterium in Abgrenzung zu einer durch den Vertragszweck gebotenen Notwendigkeit; Anwendbarkeit von § 74 Abs. 2 Handelsgesetzbuch (HGB) auf den Subunternehmer des Klägers

Nach der Gleichstellung vertikaler und horizontaler Vereinbarungen durch die 7. GWB-Novelle ist einer Auslegung die Grundlage entzogen, die für die - nach wie vor erforderliche - restriktive Auslegung des § 1 GWB ein anzuerkennendes Interesse statt einer durch den Vertragszweck gebotenen Notwendigkeit ausreichen lässt (Abgrenzung von BGH, Urt. v. 14.1.1997 - KZR 35/95, WuW/E BGH 3121, 3125 - BedsideTestkarten; Urt. v. 14.1.1997 - KZR 41/95, WuW/E BGH 3115, 3118 - Druckgussteile; Urt. v. 6.5.1997 - KZR 43/95, WuW/E BGH 3137, 3138 - Solelieferung).

Tenor:

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des 10. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 20. März 2008 aufgehoben.

Die Berufung der Klägerin gegen das Urteil der 5. Zivilkammer des Landgerichts Ellwangen vom 2. November 2007 wird zurückgewiesen.

Die Klägerin trägt die Kosten der Rechtsmittel.

Von Rechts wegen

Normenkette:

GWB § 1; HGB § 74 Abs. 2; BGB § 138; EGV Art. 81 Abs. 1;

Tatbestand: