3/2 Einstieg in die geförderte (Unternehmens-)Beratung und Beraterzulassung

Autoren: Böttges-Papendorf/Hänchen

Voraussetzung: Beraterzulassung

Betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen gehören heute zum Standarddienstleistungsangebot von Steuerberatern. Sie sind im Allgemeinen als vereinbare Tätigkeiten berufsrechtlich zulässig und als wirtschaftliche Beratungsleistungen außerhalb der Vorbehaltsaufgaben auch in der Berufshaftpflichtversicherung mit eingeschlossen. Zur Förderung der deutschen Wirtschaft und speziell auch der Leistungsfähigkeit des deutschen Mittelstands wird eine Vielzahl von Beratungsförderungsprogrammen zu allgemeinen betriebswirtschaftlichen Fragen und auch zu Spezialthemen angeboten. Diese stehen nicht nur Steuerberatern, sondern auch Unternehmensberatern offen. Da die Unternehmensberatung keine speziellen fachlichen Zugangsvoraussetzungen hat, wird die Zulassung für Berater bei den verschiedenen Beratungsförderprogrammen i.d.R. von entsprechenden Qualifikationsnachweisen und/oder Referenzen abhängig gemacht. Leider gibt es hier keine einheitliche "Zertifizierungsstelle". Jedes Förderprogramm und jeder Fördermittelgeber kann vielmehr seine eigenen Zulassungskriterien für die Beraterschaft festlegen bzw. diese werden in den jeweiligen Förderrichtlinien vorgegeben. Für die Praxis bedeutet das, dass man sich jeweils bei den unterschiedlichen Stellen registrieren muss. Dazu kommt, dass die Förderprogramme i.d.R. eine bestimmte Laufzeit über z.B. fünf Jahre haben und mit dem Wechsel der Programme die Kriterien und auch die Ansprechpartner wechseln können.