5/5 Das Dreistufenkonzept für die Erstellung des Businessplans

Autor: Böttges-Papendorf

Businessplan - Geschäftsplan - Geschäftsmodell

Die ganzheitliche Unternehmensbetrachtung zur Analyse und Konzeptionsentwicklung in grundlegenden Unternehmenssituationen bezeichnet man heute mit "Geschäftsplan" oder "Businessplan". Der Begriff war zunächst vor allen Dingen in Großunternehmen gängig und dann in der Gründungsberatung. Hier findet sich heute auch noch der Begriff "Geschäftsmodell". Letztendlich geht es jedoch immer um die Darstellung der geplanten Geschäftstätigkeit und Geschäftsprozesse in realen Vorgängen und Zahlen. Im Folgenden wird die immer noch übliche Bezeichnung "Businessplan" gewählt für die klassische, schriftliche Darlegung des beschreibenden Teils und des Zahlenwerks.

Businessplan nicht nur für Gründer

Heute weiß man, dass kein Unternehmen ohne Businessplan auskommt. Das ist insbesondere der Diskussion um die Ratingverfahren der Banken zu verdanken. Danach sieht es nun heute so aus, als brauchte ein Unternehmen dauernd und ständig einen Businessplan. Das ist sicherlich insoweit richtig, dass nicht nur bei Neugründung ein solcher Plan erforderlich ist, sondern bei jeder grundlegenden Unternehmensentscheidung. Das betrifft aktuell vor allen Dingen die Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur, die in vielen Unternehmen nicht optimal geregelt ist, sowie die Frage nach der geordneten Unternehmensnachfolge, die ebenfalls alle Unternehmensbereiche berührt. Insofern ist sicherlich richtig, dass viele Unternehmen aktuell einen Businessplan brauchen. Man muss angesichts des Aufwands die Sache jedoch realistisch sehen: Der Businessplan sollte dann auch als grundlegendes Unternehmenskonzept einige Zeit lang halten.