6/15.0 Vorbemerkung

Autoren: Böttges-Papendorf/Hänchen

Aktuell könnte man glauben, dass die Immobilie als Anlageobjekt "wiederentdeckt" wird. Das Schlagwort vom "Betongold" legt nahe, dass die Krisenanlage Gold jetzt abgelöst wird vom Immobilienvermögen. Und in der Tat zeigt die langfristige Entwicklung für die letzten 20 Jahre, dass ausgehend von einem Vermögensanteil von gut 50 % am Vermögen der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2001 ein Rückgang auf unter 48 % zu verzeichnen war und jetzt (2011) das Immobilienvermögen wieder auf fast 51 % Anteil zugenommen hat (vgl. nachstehende Tabelle des IW). Absolut ist die Zunahme noch drastischer: Von einem Ausgangswert von 2.722,6 Mrd. Euro im Jahr 1991 auf den zuletzt erhobenen Wert von 5.994,5 Mrd. Euro im Jahr 2011 errechnet sich eine Steigerung von 120 %, also deutlich mehr als das Doppelte.

Quelle: iw-Trends 1/2013, 3.

Enge und weite Definition der Branche

In der weiten Abgrenzung zählt man zur Immobilienwirtschaft auch die Bauwirtschaft, Planer, Architekten und Finanzierer. In der engeren Definition gehören zur Immobilienwirtschaft alle Unternehmen, die in den Bereichen Vermittlung, Verwaltung, Handel und Vermietung tätig sind, einschließlich Selbstnutzer und Bauherren für den eigenen Bedarf.