6/15.1.3 Brancheninfo Immobilienmakler

Autoren: Böttges-Papendorf/Hänchen

Begriffsbestimmung und Erlaubnispflicht

Nach § 34c Abs. 1 Nr. 1 GewO ist ein Immobilienmakler jemand, der gewerbsmäßig den Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, gewerbliche Räume oder Wohnräume vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweist. Die Ausübung ist erlaubnispflichtig.

Keine spezifischen fachlichen Zugangsvoraussetzungen

Für die Ausübung der Tätigkeit als Immobilien-, Grundstücks- oder Wohnraummakler gibt es keinerlei fachliche Qualifikationen als Zugangsvoraussetzungen. Es sind auch keine beruflichen Erfahrungen in der Branche notwendig. Das heißt, im Grunde kann sich jeder selbständig machen, der die entsprechenden Voraussetzungen laut Gewerbeanmeldung erfüllt und die für die Ausübung notwendige Erlaubnispflicht erhält.

Unabhängig davon gibt es aber trotzdem spezifische Besonderheiten (Pflichten) für die Berufsausübung. Diese ergeben sich aus der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) bzw. dem Wohnungsvermittlungsgesetz (WoVermG), wenn es sich bei der Tätigkeit um die Vermittlung von Wohnraum handelt.