6/21.3.0 Vorbemerkung

Autoren: Böttges-Papendorf/Hänchen

Arbeitsmarktpolitische Bedeutung

Das Thema Kindertagesbetreuung gab in den letzten Jahren immer wieder Anlass zu vielerlei Debatten. Angesichts einer sich wandelnden Arbeitswelt, in der Eltern zunehmend auf flexiblere und vielfältigere Kinderbetreuung angewiesen sind, ist ein quantitatives wie qualitatives gutes Betreuungsangebot eine der Grundvoraussetzungen für die zufriedenstellende Kombination von Familie und Erwerbstätigkeit. Daneben spielen aber auch arbeitsmarktpolitische (bessere Nutzung des Arbeitspotentials gut ausgebildeter Mütter und Väter) sowie bevölkerungspolitische Aspekte (verstärkte Anreize zur Realisierung von Familiengründungen) eine wichtige Rolle bei den Ausbau-und Verbesserungsplänen von Kindertagesbetreuung.

Gesetzliche Grundlagen

In Deutschland ist die Kindertagesbetreuung Teil der Kinder- und Jugendhilfe und rechtlich in den §§ 22-26 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) verankert, deren Ausgestaltung auf länderrechtlicher Ebene in den Länderausführungsgesetzen erfolgt. Zur Kindertagesbetreuung, die neben Betreuung auch Erziehung und Bildung umfasst, zählen folgende Einrichtungen: