6/3.2 Jagd

Autoren: Böttges-Papendorf/Hänchen

Notwendigerweise wird die Jagd insbesondere zur Wildschadensregulierung betrieben. Sie ist so auszuüben, dass eine ordnungsgemäße und nachhaltige Waldbewirtschaftung gewährleistet ist.

Die Einteilung von Jagdbezirken ergibt sich bei Waldflächen nach ihrer Größe. Nach dem Bundesjagdgesetz (BjagdG) darf der Eigentümer des Waldes, so er über einen Jagdschein verfügt, die Jagd selbst ausüben, wenn die zusammenhängende Waldfläche mehr als 75 ha beträgt. Grundsätzlich ist auch die Übertragung des Jagdrechts möglich - Jagdverpachtung. Bei kleineren Waldflächen, d.h. weniger als 75 ha oder wenn diese nicht zusammenhängend sind, wird mit den angrenzenden land-, forst- oder fischereiwirtschaftlich genutzten Flächen anderer Eigentümer ein gemeinschaftlicher Jagdbezirk (Jagdgenossenschaft) begründet. Die Mindestgrößen ergeben sich aus den Landesjagdgesetzen der Bundesländer. Für Sachsen-Anhalt sind das z.B. 250 ha. Über die Verpachtung des Jagdrechts und die Verwendung der Pachtgelder entscheidet die Jagdgenossenschaft.