Kurzinfo Unternehmensfinanzierung - Der Wechsel

Unternehmensfinanzierung

 

Der Wechsel

 

 

 

So schließen gesunde Unternehmen die Finanzlücke

zwischen Einkauf und Verkauf im Warengeschäft ...

 

 

 

 

Textfeld: QuickCHECKIn der Berufsausbildung wird es immer noch behandelt, das komplizierte Spiel zwischen Aussteller und Bezogenem, Indossant und Indossatar und was der schwierigen Begriffe im Wechselgeschäft sonst noch sind. In der Praxis kleinerer Unternehmen kommt der Wechsel fast überhaupt nicht mehr vor und der Begriff hat häufig etwas Anrüchiges, nämlich von klammen Unternehmen die sich nur noch durch Wech­sel aus der Affäre ziehen können. Dass das überhaupt nicht den Tatsachen entspricht, zeigt die letzte Bilanzauswertung der Deutschen Bundesbank (Statistische Sonderveröffentlichung 6/Februar 2003): Die Deutsche Bundesbank untersucht nämlich die Jahresabschlüsse aller Unternehmen, für die bei ihr „no­tenbankfähige“ Wechsel verpfändet werden. Seit 1999 kauft die Deutsche Bundesbank keine Wechsel mehr an, nimmt sie aber als Pfand, womit sich die Banken wiederum selbst bei der Deutschen Bundes­bank Geld beschaffen können. Das Qualitätssiegel der „Notenbankfähigkeit“ schaffen in der Tat immer weniger Unternehmen. Nach 45.600 ausgewerteten Unternehmensbilanzen im Geschäftsjahr 1997 waren es im Jahre 2000 nur noch rund 25.800 Unternehmen. Je nach Branche kann man davon ausgehen, dass zwischen 0,1 % z. B. im Dienstleistungsgewerbe und 11,3 % z. B. im Papierge­werbe der Unterneh­men die Refinanzierungsinstrumente nutzen können. Gemessen am Gesamtumsatz kommen diese Un­ternehmen aber immerhin je nach Branche zwischen 5,3 % (Baugewerbe in Ostdeutschland) und 83 % (Elektrotechnik) des Umsatzes der Branche. Das heißt insbesondere größere und gesunde Unternehmen können sich nach wie vor mit dem Instrument des Wechsels refinanzieren.