BGH - Urteil vom 30.09.2004
I ZR 89/02
Normen:
UWG § 3 § 4 Nr. 11 ; StBerG § 2 § 5 Abs. 1 S. 1 § 64 Abs. 1 ; StBGebV § 4 § 13 § 21 Abs. 1 S. 1 ; Berufsordnung der Bundessteuerberaterkammer (BOStB) § 45 Abs. 4 S. 1 ;
Fundstellen:
BB 2005, 1300
BGHReport 2005, 856
CR 2005, 442
DStR 2005, 714
GRUR 2005, 436
MDR 2005, 1020
MMR 2005, 311
NJW 2005, 1268
WM 2005, 710
ZIP 2005, 1192
wrp 2005, 602
Vorinstanzen:
KG, vom 09.10.2001
LG Berlin, vom 14.02.2000

Steuerberater-Hotline; Zustandekommen eines Steuerberatervertrages aufgrund eines Anrufs bei einer Steuerberater-Hotline; Höhe der Gebühren

BGH, Urteil vom 30.09.2004 - Aktenzeichen I ZR 89/02

DRsp Nr. 2005/4621

"Steuerberater-Hotline"; Zustandekommen eines Steuerberatervertrages aufgrund eines Anrufs bei einer Steuerberater-Hotline; Höhe der Gebühren

»a) Der durch den Anruf bei einer Steuerberater-Hotline zustande kommende Beratungsvertrag wird im Zweifel mit dem den Anruf entgegennehmenden Steuerberater geschlossen und nicht mit dem - zur Steuerberatung nicht befugten - Unternehmen, das den Beratungsdienst organisiert und bewirbt.b) Der Steuerberater, der sich an einer Steuerberater-Hotline beteiligt, verstößt damit nicht gegen berufsrechtliche Verbote. Insbesondere verstößt es nicht gegen § 13 Nr. 2 StBGebV, wenn ein Steuerberater, der von einem ihm nicht näher bekannten Mandanten um telefonische Beratung gebeten wird, hierfür eine im Minutentakt berechnete Zeitgebühr vereinbart.«

Normenkette:

UWG § 3 § 4 Nr. 11 ; StBerG § 2 § 5 Abs. 1 S. 1 § 64 Abs. 1 ;