OLG Köln - Urteil vom 19.02.1999
19 U 115/98
Normen:
BGB § 675 ;
Fundstellen:
OLGReport-Köln 1999, 265
VersR 2000, 903
Vorinstanzen:
LG Köln, - Vorinstanzaktenzeichen 20 O 605/97

Umfang der Beratungspflicht eines Steuerberaters; Anforderungen an die Schadensdarlegung

OLG Köln, Urteil vom 19.02.1999 - Aktenzeichen 19 U 115/98

DRsp Nr. 1999/6247

Umfang der Beratungspflicht eines Steuerberaters; Anforderungen an die Schadensdarlegung

»1. Auch ein mit einem umfassenden Dauermandat betrauter steuerlicher Berater ist bei einem klar definierten Zeil des Mandanten (hier: Betriebsaufgabe) nicht verpflichtet, den Mandanten auf andere, steuerlich möglicherweise günstigere Gestaltungsformen hinzuweisen, wenn diese eine Betriebsfortführung oder - änderung voraussetzen. Der Steuerberater muss den Mandanten dann (nur) zutreffend über die mit der Betreibsaufgabe verbundene steuerliche Belastung aufklären. 2. Der Mandant genügt seiner Schadensdarlegungspflicht nur dann, wenn er die Vor- und Nachteile der gewählten und der hypothetischen Lösung umfassend darstellt. Es reicht nicht aus, nur einige nachteilige Steuerfolgen der gewählten Lösung herauszugreifen und daraus einen Schaden abzuleiten.«

Normenkette: