BFH - Urteil vom 21.08.2024
II R 16/22
Normen:
GrEStG § 1 Abs. 2a S. 1; GrEStG § 1 Abs. 2a S. 2;
Fundstellen:
BB 2025, 214
DStR 2025, 155
DStRE 2025, 179
DB 2025, 638
BB 2025, 736
ZIP 2025, 1164
GmbHR 2025, 598
Vorinstanzen:
FG München, vom 23.06.2021 - Vorinstanzaktenzeichen 4 K 1105/18

Anteilige Berücksichtigung von mittelbaren Änderungen im Gesellschafterbestand von den an einer Personengesellschaft beteiligten Personengesellschaften; Gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für die Grunderwerbsteuer

BFH, Urteil vom 21.08.2024 - Aktenzeichen II R 16/22

DRsp Nr. 2025/825

Anteilige Berücksichtigung von mittelbaren Änderungen im Gesellschafterbestand von den an einer Personengesellschaft beteiligten Personengesellschaften; Gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen für die Grunderwerbsteuer

Wird eine an der grundbesitzenden Personengesellschaft mittelbar beteiligte Personengesellschaft in die Gesellschafterstruktur eingefügt (Verlängerung der Beteiligungskette), ohne dass sich die Gesellschafter geändert haben, ist kein neuer Gesellschafter der grundbesitzenden Personengesellschaft im Sinne von § 1 Abs. 2a Satz 1 des Grunderwerbsteuergesetzes hinzugekommen.

Tenor

Auf die Revision der Klägerin werden das Urteil des Finanzgerichts München vom 23.06.2021 - 4 K 1105/18, der Feststellungsbescheid vom 30.06.2017, die Änderungsbescheide vom 27.10.2017 und vom 15.01.2018, die Einspruchsentscheidung vom 16.03.2018 und der Änderungsbescheid vom 03.07.2018 aufgehoben.

Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.

Normenkette:

GrEStG § 1 Abs. 2a S. 1; GrEStG § 1 Abs. 2a S. 2;

Gründe

I.

Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) ist eine GmbH & Co. KG. Ihre Geschäftsleitung befindet sich in ... Sie hat Grundbesitz in mehreren Finanzamtsbezirken.