BFH - Urteil vom 29.10.1986
I R 202/82
Normen:
EStG § 10d Abs. 1 S. 3; KStG (1968) § 6 Abs. 1 S. 1; StAnpG § 6 Abs. 1, 2;
Fundstellen:
BFHE 148, 153
BStBl II 1987, 308
Vorinstanzen:
FG Rheinland-Pfalz,

BFH - Urteil vom 29.10.1986 (I R 202/82) - DRsp Nr. 1996/12354

BFH, Urteil vom 29.10.1986 - Aktenzeichen I R 202/82

DRsp Nr. 1996/12354

»1. Wird das gesamte Vermögen einer Tochterkapitalgesellschaft unter Ausschluß der Abwicklung gemäß den Vorschriften des UmwG auf ihre Mutterkapitalgesellschaft übertragen und anschließend der Name der Mutterkapitalgesellschaft in den der bisherigen Tochterkapitalgesellschaft geändert, so kann die Muttergesellschaft Verluste, die sie in der Vergangenheit erzielt hat von künftigen Gewinnen abziehen, die aus dem übertragenen Betrieb der Tochtergesellschaft herrühren. 2. Der Anwendungsbereich des § 6 StAnpG42 AO (1977)) ist auf solche Gestaltungen beschränkt, die einer besonderen und ggf. vom Zivilrecht abweichenden steuerrechtlichen Beurteilung zugänglich sind.«

Normenkette:

EStG § 10d Abs. 1 S. 3; KStG (1968) § 6 Abs. 1 S. 1; StAnpG § 6 Abs. 1, 2;

I. Im Oktober 1969 wurde die M-GmbH (alt) mit einem Stammkapital von 1 Mio DM gegründet. Sämtliche Geschäftsanteile an der M-GmbH (alt) hielt seit Ende 1973 die A-AG.