BFH - Urteil vom 30.10.1986
IV R 175/84
Normen:
AO (1977) § 18 Abs. 1 Nr. 1, § 19 Abs. 1, § 180 Abs. 1 Nr. 2b, § 124 Abs. 2, § 175 (Abs. 1) Nr. 1, § 164; FGO § 96 Abs. 2 ; GG Art. 103 Abs. 1 ;
Fundstellen:
BFHE 148, 119
BStBl II 1987, 89
Vorinstanzen:
FG Nürnberg,

BFH - Urteil vom 30.10.1986 (IV R 175/84) - DRsp Nr. 1996/12345

BFH, Urteil vom 30.10.1986 - Aktenzeichen IV R 175/84

DRsp Nr. 1996/12345

»1. Hat das FA über die gesonderte Gewinnfeststellung zu Unrecht Feststellungsbescheide erlassen, so kann es nach deren Aufhebung bei den bestandskräftigen Folgebescheiden die erforderlichen Berichtigungen jedenfalls dann vornehmen, wenn die Feststellungsbescheide wirksam waren und unter dem Vorbehalt der Nachprüfung standen. 2. Zum Inhalt des Grundsatzes der Gewährung rechtlichen Gehörs.«

Normenkette:

AO (1977) § 18 Abs. 1 Nr. 1, § 19 Abs. 1, § 180 Abs. 1 Nr. 2b, § 124 Abs. 2, § 175 (Abs. 1) Nr. 1, § 164; FGO § 96 Abs. 2 ; GG Art. 103 Abs. 1 ;

Gründe:

I. Der ledige Kläger und Revisionskläger (Kläger) hatte bis einschließlich Februar 1975 seinen Hauptwohnsitz in X (Finanzamtsbezirk X; im folgenden X). Am 1. März 1975 meldete er seinen Hauptwohnsitz im Bezirk des Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt -FA-) an. Dieses FA erhielt vom Zuständigkeitswechsel im November 1976 Kenntnis. In der Zeit vom 9. Dezember 1975 bis 6. August 1976 hatte er daneben im FA-Bezirk Y (Y) einen Zweitwohnsitz.