BVerwG - Beschluss vom 18.06.2025
8 B 29.24
Normen:
VwGO § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 4; VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1; InsO § 96 Abs. 1 Nr. 3; InsO § 129; InsO § 140 Abs. 3;
Fundstellen:
NVwZ 2025, 1546
ZInsO 2025, 2228
ZIP 2025, 2744
DÖV 2025, 983
NZI 2025, 1024
Vorinstanzen:
VG Dresden, vom 11.01.2023 - Vorinstanzaktenzeichen 4 K 1753/21
OVG Sachsen, vom 10.04.2024 - Vorinstanzaktenzeichen 6 A 91/23

BVerwG - Beschluss vom 18.06.2025 (8 B 29.24) - DRsp Nr. 2025/9787

BVerwG, Beschluss vom 18.06.2025 - Aktenzeichen 8 B 29.24

DRsp Nr. 2025/9787

Die Anordnung der sofortigen Vollziehung gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 VwGO kann eine anfechtbare Rechtshandlung im Sinne von § 96 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. § 129 Abs. 1 InsO sein.

Tenor

Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 10. April 2024 wird zurückgewiesen.

Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 26 740,37 € festgesetzt.

Normenkette:

VwGO § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 4; VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1; InsO § 96 Abs. 1 Nr. 3; InsO § 129; InsO § 140 Abs. 3;

Gründe

Der Kläger ist Insolvenzverwalter über das Vermögen der S. GmbH (im Folgenden: Schuldnerin). Die Beklagte gewährte der Schuldnerin mit Bescheid vom 19. Juni 2014 in der Gestalt verschiedener Änderungsbescheide eine Zuwendung in Höhe von 300 000 €. Mit Rücknahme- und Erstattungsbescheid vom 17. Juli 2017 nahm sie diese Bescheide mit Wirkung für die Vergangenheit zurück und verfügte die verzinsliche Erstattung des bereits ausgezahlten Betrags in Höhe von 32 500 €. Hiergegen erhob die Schuldnerin nach erfolglos durchgeführtem Widerspruchsverfahren Klage. Das Verfahren ruht derzeit.