BFH - Urteil vom 21.11.2024
IV R 26/22
Normen:
GewStG § 7 S. 2 Nr. 2; EStG § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2; EStG § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 2;
Fundstellen:
DStR 2025, 261
BB 2025, 341
BB 2025, 479
DStRE 2025, 241
BFH/NV 2025, 459
Vorinstanzen:
FG Münster, vom 15.09.2022 - Vorinstanzaktenzeichen 1 K 2751/20

Gewerbesteuerrechtliche Behandlung der Veräußerung eines (teilweise) mit einer atypischen Unterbeteiligung belasteten Mitunternehmeranteils; Entstehung einer weiteren Mitunternehmerschaft in Gestalt der Unterbeteiligungsgesellschaft und damit eine (zumindest) doppelstöckige Mitunternehmerschaft

BFH, Urteil vom 21.11.2024 - Aktenzeichen IV R 26/22

DRsp Nr. 2025/1393

Gewerbesteuerrechtliche Behandlung der Veräußerung eines (teilweise) mit einer atypischen Unterbeteiligung belasteten Mitunternehmeranteils; Entstehung einer weiteren Mitunternehmerschaft in Gestalt der Unterbeteiligungsgesellschaft und damit eine (zumindest) doppelstöckige Mitunternehmerschaft

1. Wird an einem Mitunternehmeranteil eine atypische Unterbeteiligung begründet, entsteht eine weitere Mitunternehmerschaft in Gestalt der Unterbeteiligungsgesellschaft und damit eine (zumindest) doppelstöckige Mitunternehmerschaft. 2. Veräußert der Hauptbeteiligte seinen Anteil an der Personengesellschaft (Hauptgesellschaft), unterliegt der Veräußerungsgewinn § 7 Satz 2 Nr. 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG). Dies gilt sowohl für den auf den Unterbeteiligten entfallenden Veräußerungsgewinn als auch für den Veräußerungsgewinn, der auf den "unbelasteten" Gesellschaftsanteil entfällt. 3. Der Anwendung des § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG steht nicht entgegen, dass es sich bei der Unterbeteiligungsgesellschaft um eine reine Innengesellschaft (ohne Gesellschaftsvermögen) handelt.

Tenor

Die Revision der Klägerin wird als unbegründet zurückgewiesen.

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Münster vom 15.09.2022 - 1 K 2751/20 G aufgehoben.