BFH - Urteil vom 07.10.2025
IX R 19/23
Normen:
FGO § 52d S. 1; FGO § 52d S. 2; FGO § 56; StBerG § 3 S. 1 Nr. 2; StBerG § 49;
Fundstellen:
DStR 2025, 2780
DStRE 2025, 1524
BFH/NV 2026, 20
Vorinstanzen:
FG Baden-Württemberg, vom 19.07.2023 - Vorinstanzaktenzeichen 4 K 409/23

Nutzungspflicht des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs ab 01.01.2023 für in das Steuerberaterverzeichnis eingetragene Berufsausübungsgesellschaften

BFH, Urteil vom 07.10.2025 - Aktenzeichen IX R 19/23

DRsp Nr. 2025/14002

Nutzungspflicht des besonderen elektronischen Steuerberaterpostfachs ab 01.01.2023 für in das Steuerberaterverzeichnis eingetragene Berufsausübungsgesellschaften

1. NV: Berufsausübungsgesellschaften nach § 3 Satz 1 Nr. 2, § 49 des Steuerberatungsgesetzes, die in das Steuerberaterverzeichnis eingetragen sind, sind gemäß § 52d Satz 1 und 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) verpflichtet, seit dem 01.01.2023 das besondere elektronische Steuerberaterpostfach (beSt) zu nutzen. 2. NV: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 56 FGO setzt auch bei einer Klagefristversäumnis infolge unterbliebener Klageerhebung mittels beSt voraus, dass die regelgerechte Klageerhebung innerhalb der Antragsfrist nachgeholt wird.

Tenor

Die Revision des Klägers gegen den Gerichtsbescheid des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 19.07.2023 - 4 K 409/23 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.

Normenkette:

FGO § 52d S. 1; FGO § 52d S. 2; FGO § 56; StBerG § 3 S. 1 Nr. 2; StBerG § 49;

Gründe

I.

Die Beteiligten streiten über die Zulässigkeit einer nach dem 01.01.2023 per Post erhobenen Klage.