BFH - Urteil vom 28.02.2024
II R 27/21
Normen:
AO § 14 S. 1; BGB § 535; BVerfGG § 80 Abs. 1; ErbStG § 13a; ErbStG § 13b Abs. 2; ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 1; ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 2 Buchst. b) Doppelbuchst. aa); ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 2 Buchst. b) S. 2; EStG § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 2; GG Art. 3 Abs. 1; GG Art. 100 Abs. 1 S. 1;
Fundstellen:
DStR 2024, 1484
BB 2024, 1557
ZEV 2024, 480
BB 2024, 1764
BFH/NV 2024, 995
DStRE 2024, 890
ZEV 2024, 569
FamRZ 2024, 1328
ZEV 2024, 741
ZEV 2025, 301
Vorinstanzen:
FG Köln, vom 10.06.2021 - Vorinstanzaktenzeichen 7 K 2718/20

Parkhaus als erbschaftsteuerrechtlich nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen

BFH, Urteil vom 28.02.2024 - Aktenzeichen II R 27/21

DRsp Nr. 2024/8471

Parkhaus als erbschaftsteuerrechtlich nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen

1. Im Rahmen eines Parkhausbetriebs Dritten zur Nutzung überlassene Parkplätze stellen erbschaftsteuerrechtlich nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen dar. Eine einschränkende Auslegung der entsprechenden Normen ist weder aus systematischen noch aus verfassungsrechtlichen Gründen geboten. 2. Die Entscheidung des Gesetzgebers, bestimmte Nutzungsüberlassungen von Grundstücken nicht als schädliches Verwaltungsvermögen zu qualifizieren, ist durch seinen weiten Entscheidungs- und Gestaltungsspielraum gedeckt.

Tenor

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 10.06.2021 - 7 K 2718/20 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.

Normenkette:

AO § 14 S. 1; BGB § 535; BVerfGG § 80 Abs. 1; ErbStG § 13a; ErbStG § 13b Abs. 2; ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 1; ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 2 Buchst. b) Doppelbuchst. aa); ErbStG § 13b Abs. 4 Nr. 1 S. 2 Buchst. b) S. 2; EStG § 2 Abs. 1 S. 1 Nr. 2; GG Art. 3 Abs. 1; GG Art. 100 Abs. 1 S. 1;

Gründe

I.

Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) ist Alleinerbe seines am xx.xx.2018 verstorbenen Vaters (Erblasser). Die Erbeinsetzung erfolgte durch notariell beurkundetes Testament.