BGH - Urteil vom 18.05.2006
IX ZR 53/05
Normen:
BGB § 675 ; ZPO § 286c § 287 ;
Fundstellen:
BGHReport 2006, 1416
DB 2006, 2004
DStR 2006, 2278
DStRE 2007, 133
MDR 2007, 154
NJW-RR 2006, 1645
VersR 2007, 700
WM 2006, 1736
Vorinstanzen:
OLG Köln, vom 24.02.2005 - Vorinstanzaktenzeichen 8 U 61/04
LG Bonn, vom 30.07.2004 - Vorinstanzaktenzeichen 15 O 232/04

Pflichten des Steuerberaters im Hinblick auf die Kirchensteuerbelastung

BGH, Urteil vom 18.05.2006 - Aktenzeichen IX ZR 53/05

DRsp Nr. 2006/22732

Pflichten des Steuerberaters im Hinblick auf die Kirchensteuerbelastung

»a) Ein Steuerberater ist nicht verpflichtet, dem Mandanten den Austritt aus der Kirche zu empfehlen.b) Hat ein Steuerberater aufgrund des ihm erteilten Auftrags die steuerlichen Vor- und Nachteile bestimmter Gestaltungsmöglichkeiten zu prüfen, muss er auf die anfallende Kirchensteuer hinweisen, wenn sie die übliche Quoteübersteigt.c) Der Mandant hat nach § 287 Abs. 1 ZPO darzulegen und zu beweisen, dass er bei vollständiger Beratung über anfallende Kirchensteuern aus der Kirche ausgetreten wäre; auf einen Beweis des ersten Anscheins kann er sich nicht berufen.«

Normenkette:

BGB § 675 ; ZPO § 286c § 287 ;

Tatbestand: