LSG Niedersachsen-Bremen - Beschluss vom 12.07.2023
L 16 KR 274/23 B ER
Normen:
SGB V § 27 Abs. 1 S. 2 Nr. 3;
Vorinstanzen:
SG Osnabrück, vom 28.04.2023 - Vorinstanzaktenzeichen S 3 KR 95/23
SG Osnabrück, vom 12.07.2023 - Vorinstanzaktenzeichen S 3 KR 95/23

Versorgung eines Versicherten mit dem Arzneimittel Miglustat (Zavesca) im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes (hier: Tay-Sachs-Erkrankung)

LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 12.07.2023 - Aktenzeichen L 16 KR 274/23 B ER

DRsp Nr. 2025/3153

Versorgung eines Versicherten mit dem Arzneimittel Miglustat (Zavesca) im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes (hier: Tay-Sachs-Erkrankung)

Die Voraussetzungen einer Gewährung des Arzneimittels Miglustat (Zavesca) im Rahmen des Off-Label-Use, eines Seltenheitsfalles oder gemäß § 2 Abs. 1a SGB V liegen bei einer Erkrankung an Morbus Tay-Sachs nicht vor.

Tenor

Der Beschluss des Sozialgerichts Osnabrück vom 28. April 2023 wird aufgehoben.

Der Antrag wird abgelehnt.

Kosten sind nicht zu erstatten.

Normenkette:

SGB V § 27 Abs. 1 S. 2 Nr. 3;

Gründe

I.

Der Antragsteller begehrt von der Antragsgegnerin die Versorgung mit dem Arzneimittel Miglustat (Zavesca) im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes.

Der im Jahre 2020 geborene Antragsteller ist bei der Antragsgegnerin gesetzlich krankenversichert.