BGH - Urteil vom 31.07.2025
IX ZR 160/24
Normen:
InsO § 17 Abs. 2 S. 1;
Fundstellen:
BB 2025, 1986
ZIP 2025, 2133
DStR 2025, 2094
WM 2025, 1569
NJW 2025, 2773
DB 2025, 2429
ZIP 2025, 2371
MDR 2025, 1361
NZI 2025, 939
ZVI 2025, 456
DStR 2026, 51
DZWIR 2026, 47
NZI 2026, 21
Vorinstanzen:
LG Köln, vom 19.03.2024 - Vorinstanzaktenzeichen 16 O 185/23
OLG Köln, vom 06.11.2024 - Vorinstanzaktenzeichen 2 U 19/24

Einsatz von Forderungen gegen Dritte i.R. der schuldnerischen fälligen Zahlungsverpflichtung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens

BGH, Urteil vom 31.07.2025 - Aktenzeichen IX ZR 160/24

DRsp Nr. 2025/9951

Einsatz von Forderungen gegen Dritte i.R. der schuldnerischen fälligen Zahlungsverpflichtung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Zahlungsunfähig ist ein Schuldner, der aus Mangel an liquiden Mitteln nicht in der Lage ist, seine fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Hierbei sind nur diejenigen liquiden Mittel einzubeziehen, über die der Schuldner tatsächlich verfügt oder die er sich kurzfristig, also innerhalb von drei Wochen, beschaffen kann. Forderungen gegen Dritte können nur insoweit eingesetzt werden, als sie tatsächlich bestehen und der Schuldner die Forderungen spätestens binnen drei Wochen realisieren kann (Fortführung von BGH, Urteil vom 24. Mai 2005 - IX ZR 123/04, BGHZ 163, 134, 139; Beschluss vom 19. Juli 2007 - IX ZB 36/07, BGHZ 173, 286 Rn. 30; Urteil vom 18. April 2013 - IX ZR 90/10, NZI 2013, 592 Rn. 7).

Tenor

Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln vom 6. November 2024 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Normenkette:

InsO § 17 Abs. 2 S. 1;

Tatbestand