KStG § 8 Abs. 1 S. 1; Dezember 2003 § 10d Abs. 2 S. 1 EStG i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuervergünstigungsabbaugesetz v. 22.; Dezember 2003 § 10a Sätze 1 und 2 GewStG i.d.F. des Gesetzes zur Änderung des Gewerbesteuergesetzes und anderer Gesetze v. 23.; GG Art. 3 Abs. 1;
Fundstellen:
BB 2025, 1877
DB 2025, 2195
ZIP 2025, 2127
WM 2025, 1651
DÖV 2025, 981
NJW 2026, 44
ZIP 2026, 91
DStRE 2026, 183
Vorinstanzen:
BFH, vom 26.02.2014 - Vorinstanzaktenzeichen I R 59/12
Normenkontrollverfahren betreffnd die Vereinbarkeit des prozentual beschränkten Abzugs von Verlusten durch Verlustvortrag mit Art. 3 Abs. 1 GG; Verfassungsmäßigkeit des § 8 Absatz 1 Satz 1 des Körperschaftsteuergesetzes in Verbindung mit § 10d Absatz 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuervergünstigungsabbaugesetz vom 22. Dezember 2003 und § 10a Sätze 1 und 2 des Gewerbesteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Änderung des Gewerbesteuergesetzes und anderer Gesetze vom 23. Dezember 2003
BVerfG, Beschluss vom 23.07.2025 - Aktenzeichen 2 BvL 19/14
DRsp Nr. 2025/9613
Normenkontrollverfahren betreffnd die Vereinbarkeit des prozentual beschränkten Abzugs von Verlusten durch Verlustvortrag mit Art. 3 Abs. 1GG; Verfassungsmäßigkeit des § 8 Absatz 1 Satz 1 des Körperschaftsteuergesetzes in Verbindung mit § 10d Absatz 2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerklärung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuervergünstigungsabbaugesetz vom 22. Dezember 2003 und § 10a Sätze 1 und 2 des Gewerbesteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Änderung des Gewerbesteuergesetzes und anderer Gesetze vom 23. Dezember 2003
§ 8 Absatz 1 Satz 1 KStG in Verbindung mit § 10d Absatz 2 Satz 1 EStG in der Fassung des Gesetzes vom 22. Dezember 2003 und § 10a Sätze 1 und 2 GewStG in der Fassung vom 23. Dezember 2003 sind, bezogen auf Körperschaftsteuersubjekte im Sinne des § 1 Absatz 1 Nummer 1 bis 3KStG und auf Gesellschaften im Sinne des § 2 Absatz 2 Satz 1 GewStG, mit dem Grundgesetz vereinbar. Das gilt insbesondere auch für die Sachverhaltskonstellation, in der ein - hier vom vorlegenden Gericht so bezeichneter - bilanzsteuerrechtlicher "Umkehreffekt" zu einem erhöhten Verlustvortrag zur Körperschaftsteuer und zu einem vortragsfähigen Gewerbeverlust bei einer Kapitalgesellschaft führte, die diese in der Folgezeit nicht vollständig aufzehren konnte, weil über ihr Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.
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