BFH - Urteil vom 19.06.2024
II R 40/21
Normen:
ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1; ErbStG § 7 Abs. 8 S. 1;
Fundstellen:
BB 2024, 2389
DStR 2024, 2319
DB 2024, 2741
DStRE 2024, 1338
ZEV 2024, 740
ZEV 2024, 774
BFH/NV 2024, 1472
ZIP 2024, 2882
GmbHR 2025, 41
DB 2025, 156
ZInsO 2025, 532
BB 2025, 803
NZI 2026, 79
Vorinstanzen:
FG Baden-Württemberg, vom 24.06.2020 - Vorinstanzaktenzeichen 7 K 2351/17

Verzicht auf einen angemessenen Wertausgleich durch den Gesellschafter als freigebige Zuwendung zugunsten der Mitgesellschafter; Zuordnung der Kapitalrücklage zum Eigenkapital der Gesellschaft

BFH, Urteil vom 19.06.2024 - Aktenzeichen II R 40/21

DRsp Nr. 2024/12789

Verzicht auf einen angemessenen Wertausgleich durch den Gesellschafter als freigebige Zuwendung zugunsten der Mitgesellschafter; Zuordnung der Kapitalrücklage zum Eigenkapital der Gesellschaft

Haben Gesellschafter einer GmbH wirksam vereinbart, dass Leistungen in die Kapitalrücklage gesellschafterbezogen zugeordnet werden, wird jedoch die Kapitalrücklage im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung abweichend hiervon allen Gesellschaftern entsprechend ihren Beteiligungsquoten zugerechnet, kann der Verzicht auf einen angemessenen Wertausgleich durch den Gesellschafter, der die Leistungen erbracht hat, eine freigebige Zuwendung zugunsten der Mitgesellschafter darstellen.

Tenor

Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg vom 24.06.2020 - 7 K 2351/17 aufgehoben.

Die Klage wird abgewiesen.

Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kläger zu tragen.

Normenkette:

ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1; ErbStG § 7 Abs. 8 S. 1;

Gründe

I.