18.5 Grunderwerbsteuerliche Organschaft

Autor: Kerstin Löbe

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Anders als bei der umsatzsteuerlichen, körperschaftsteuerlichen oder gewerbesteuerlichen Organschaft werden durch das Begründen einer grunderwerbsteuerlichen Organschaft keine Steuervorteile erzielt. Die Unternehmen eines Organkreises bleiben grunderwerbsteuerrechtlich selbständige Rechtsträger. Grundstücksübertragungen zwischen Unternehmen des Organkreises unterliegen daher uneingeschränkt der Grunderwerbsteuer.1) Nachfolgend werden nur die Grundsätze der grunderwerbsteuerlichen Organschaft dargestellt.

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Bedeutung erlangt die Organschaft im Rahmen des § 1 Abs. 3 GrEStG , weil mit dem Bestehen eines Organschaftsverhältnisses regelmäßig die finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung von Unternehmen i.S.d. § 1 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. b) GrEStG verbunden ist. Ob eine finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung vorliegt, ist nach den Grundsätzen des § 2 Abs. 2 UStG zu beurteilen.

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vereinigt werden.