18.2 Körperschaftsteuerliche Organschaft

Autor: Kerstin Löbe

18.4

Liegen die Voraussetzungen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft vor, wird dem Organträger das Einkommen der Organgesellschaft steuerlich zugerechnet. Die Organschaft ermöglicht damit einen sofortigen Ausgleich von Verlusten der Organgesellschaft mit Gewinnen des Organträgers und umgekehrt und damit eine entsprechende Minderung der Einkommen- bzw. Körperschaftsteuerbelastung.

Beispiel 1

18.5

Die M-GmbH hat eine 100%ige Tochtergesellschaft, die T-GmbH. Diese erzielt meist einen Verlust, während die M-GmbH nachhaltig Gewinne erwirtschaftet. Ohne eine Organschaft müsste die M-GmbH ihre Gewinne in voller Höhe versteuern, während die Verluste der T-GmbH jeweils nur deren Verlustvortrag erhöhen würden und damit materiell ungenutzt blieben.

Lösung

Mit einer Organschaft können die Verluste in die M-GmbH transferiert und dort von den Gewinnen gekürzt werden. Damit sinkt die Steuerlast im Organkreis insgesamt.