BGH - Urteil vom 29.11.2004
II ZR 364/02
Normen:
AktG § 112 § 278 ; BGB § 177 ;
Fundstellen:
AG 2005, 239
BB 2005, 514
BGHReport 2005, 645
DB 2005, 490
DStR 2005, 432
MDR 2005, 583
NJW-RR 2005, 682
NZG 2005, 276
NZM 2005, 391
WM 2005, 330
ZIP 2005, 348
Vorinstanzen:
OLG Braunschweig, vom 04.12.2002
LG Göttingen,

Vertretung einer KGaA gegenüber ihren Komplementären; Anforderungen an die Genehmigung eines Vertragsschlusses durch den Aufsichtsrat

BGH, Urteil vom 29.11.2004 - Aktenzeichen II ZR 364/02

DRsp Nr. 2005/2670

Vertretung einer KGaA gegenüber ihren Komplementären; Anforderungen an die Genehmigung eines Vertragsschlusses durch den Aufsichtsrat

»a) Eine KGaA wird gegenüber ihren Komplementären durch den Aufsichtsrat vertreten. Das gilt auch gegenüber ehemaligen Komplementären, unabhängig davon, ob sie eine andere Funktion in der Gesellschaft übernommen haben, etwa diejenige eines Aufsichtsratsmitglieds.b) Ein Verhalten kann nur dann als Genehmigung eines Vertragsschlusses ausgelegt werden, wenn sich der Handelnde der Genehmigungsbedürftigkeit bewußt ist.c) Die Genehmigung eines Vertragsschlusses durch den Aufsichtsrat kann nicht durch einen Beschluß der Hauptversammlung der KGaA ersetzt werden.«

Normenkette:

AktG § 112 § 278 ; BGB § 177 ;

Tatbestand: