12.10 Kombination verschiedener Einbringungsvorgänge

Autor: Bolk

12.110

Nachdem der BFH1) entschieden hat, dass die Einbringungsvorgänge nach § 24 UmwStG und § 6 Abs. 3 EStG miteinander verknüpft werden können, besteht nach Änderung des § 24 UmwStG durch das Steueränderungsgesetz 2015 (siehe dazu oben Rdnr. 12.86) nunmehr Sicherheit für die Gestaltung von Sachverhalten, bei denen eine Kombination unterschiedlicher Vermögenstransfers angestrebt wird. Danach kann die Übertragung von Betriebsvermögen im Zusammenhang mit der Gründung einer GmbH & Co. KG neben der Einbringung eines Betriebs und zugleich einer unentgeltlichen Einräumung von Mitunternehmeranteilen an einen neuen Gesellschafter ebenso wie auch der Eintritt eines neuen (weiteren) Gesellschafters gegen Bar- oder Sacheinlage in das Gesamthandsvermögen dieser KG insgesamt steuerneutral gestaltet werden. Dabei dürfen allerdings die Grenzen für die gleichzeitige Gewährung von sonstigen Gegenleistungen, insbesondere die Einräumung von Darlehensforderungen gegenüber dem einbringenden Gesellschafter, nicht überschritten werden.