14.6 Entgeltliche Übertragung des Mitunternehmeranteils

Autor: Bolk

14.50

Ausgangslage

Ergebnis

14.6.1 Rechtsgrundlagen und Rechtsfolgen

14.51

Geht der ganze Mitunternehmeranteil - dazu gehören auch die funktional und qualitativ wesentlichen Betriebsgrundlagen im Sonderbetriebsvermögen (dazu Rdnr. 3.71 ff.) - entgeltlich1) auf einen neuen oder einen anderen Gesellschafter über, so stellt die Abfindung des Neugesellschafters an den Altgesellschafter oder dessen Rechtsnachfolger Anschaffungskosten für die Anteile an den bilanzierten und nicht bilanzierten Wirtschaftsgütern des Gesellschaftsvermögens dar.2) Die Anschaffungskosten sind zu aktivieren und, soweit es sich um abnutzbare Wirtschaftsgüter handelt, nach § abzuschreiben. Zu diesen Anschaffungskosten gehören außerdem Notariatskosten und erwerbsbezogene Beratungskosten, die der Neugesellschafter getragen hat. Dazu gehört allerdings nicht die Belastung durch Grunderwerbsteuer, wenn der Wechsel im Gesellschafterbestand von § Abs. erfasst wird. Die Grunderwerbsteuer wird von der Personengesellschaft geschuldet und ist daher bei dieser Aufwand. Die Aktivierung der Anschaffungskosten erfolgt unter Berücksichtigung der bereits vorliegenden Bilanzierung in der Gesamthandsbilanz hinsichtlich der über den Buchwert des erlangten Kapitalanteils hinausgehenden stillen Reserven und Erwerbsnebenkosten in einer Ergänzungsbilanz (zur Bilanzierung siehe ausführlich unten Rdnr. 14.86 ff.).