14.9 Verlustvortrag (§ 10a GewStG)

Autor: Bolk

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Die Berücksichtigung von gewerbesteuerrechtlichen Fehlbeträgen erfolgt bei Mitunternehmerschaften personenbezogen. Für die Bestimmung der jeweils zuzurechnenden Fehlbeträge ist der gesellschaftsvertragliche Gewinnverteilungsschlüssel im Verlustjahr ohne Berücksichtigung von Vorabgewinnanteilen maßgebend (§ 10a Satz 4 GewStG). Im Jahr des Abzugs der Fehlbeträge ist dagegen der Gewinnverteilungsschlüssel dieses Jahres zugrunde zu legen (§ 10a Satz 5 GewStG). Bei gleichbleibendem Gesellschafterbestand, aber geänderten Beteiligungsverhältnissen führt dies erkennbar lediglich zu einer Verschiebung des Zeitpunkts des jeweils möglichen Verlustabzugs (siehe dazu bereits Rdnr. 1.68 ff.).

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