2.1 Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft - Additive Gewinnermittlung

Autor: Bolk

2.1

Das Betriebsvermögen einer Personengesellschaft, die als Mitunternehmerschaft zu beurteilen ist, wird steuerrechtlich betrachtet in der Gesamthandsbilanz der Gesellschaft und den Sonder- und Ergänzungsbilanzen der Mitunternehmer ausgewiesen.1) Die Verbundenheit aller Bilanzen, die für eine Mitunternehmerschaft aufzustellen sind, nennt man Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft. Die Gesamtbilanz beruht auf dem Verständnis von der Mitunternehmerschaft, das steuerrechtlich betrachtet auf dem Zusammenwirken der Mitunternehmer im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit beruht, dennoch aber nur zu einer Besteuerung der Gesellschafter führt, denn nur diese sind "Subjekte der Besteuerung" (Transparenzprinzip).

Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft

2.2

Tatsächlich wird die Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft nicht aufgestellt. Vielmehr ist die bilanzielle Trennung ein Wesensmerkmal der Rechnungslegung der Personengesellschaft, so dass eine Konsolidierung nicht erfolgt. Stattdessen werden die Ergebnisse der jeweiligen Bilanzen zur Ermittlung des steuerlichen Gesamtgewinns der Mitunternehmerschaft unter Beachtung der korrespondierenden Bilanzierung zwischen Gesamthandsbilanz und Sonderbilanzen addiert, sodann gesondert und einheitlich festgestellt und den Gesellschaftern verfahrensrechtlich bindend zugerechnet ( - § Abs. Nr. 2 , §§ , Abs. Nr. 2a, ).