5.8 Korrespondierende Erfassung von Sondervergütungen

Autor: Bolk

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Vergütungen für eine Tätigkeit im Dienst einer GmbH & Co. KG sind nach den Grundsätzen der korrespondierenden Bilanzierung dem Gewinnanteil des Mitunternehmers nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 zweiter Halbsatz EStG in dem Wirtschaftsjahr hinzuzurechnen, in dem sie bei der GmbH & Co. KG als Aufwand den Gesamthandsgewinn mindern.1) Ist der Anspruch am Bilanzstichtag bereits entstanden, fehlt es jedoch noch an der Auszahlung, ist insoweit in der Sonderbilanz eine Forderung zu aktivieren, die dem Grunde und der Höhe nach der Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter in der Gesamthandsbilanz entspricht. Entsprechendes gilt für die Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern gegen Entgelt und die Darlehensgewährung.

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Diese Grundsätze greifen auch, wenn die Verpflichtung zwar dem Grunde nach besteht, jedoch der Höhe und dem Fälligkeitszeitpunkt nach noch ungewiss ist. Deshalb steht auch den Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern aufgrund von Tantieme- und Pensionszusagen am Bilanzstichtag - bewertet nach § 6 Abs. 1 Nr. 3a EStG bzw. § 6a EStG - in der Sonderbilanz korrespondierend eine erfolgswirksame Aktivierung gegenüber.2)