8.2 Gewinn- und Verlustanteile des typisch stillen Gesellschafters

Autor: Bolk

8.5

Die Zuwendung des Gewinnanteils an den Stillen mindert den Jahresüberschuss und folglich den Steuerbilanzgewinn des Geschäftsinhabers. Umgekehrt erhöht die Zuweisung eines Verlustanteils den Jahresüberschuss und den StB-Gewinn. Dem folgt die Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1c GewStG . Während der Gewinnanteil wieder hinzugerechnet wird, folgt dem Verlustanteil eine negative Hinzurechnung. Das gilt auch dann, wenn dadurch die Summe der hinzuzurechnenden Finanzierungsanteile insgesamt negativ werden sollte.1)

8.6

Nach dem gesetzlichen Leitbild ist der stille Gesellschafter an den stillen Reserven und am Geschäftswert (Firmenwert) nicht beteiligt. Er ist folglich nicht Mitunternehmer i.S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG und erzielt daher in Höhe seiner Gewinnanteile grundsätzlich Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 1 Nr. 4 Satz 1 EStG ). Diese Einkünfte unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer (§ 32d Abs. 1 EStG ).