1.3 Folgen für die Besteuerung

Autor: Bolk

1.3.1 Einkommensteuer

1.48

Personen, die als Mitunternehmer zu beurteilen sind, erzielen gewerbliche Einkünfte. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG gehören dazu im Wege additiver Ermittlung:

der Anteil am Gewinn der Gesellschaft. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Tätigkeit einer Personengesellschaft im vollen Umfang nur zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führt (Infektions- oder Abfärbetheorie, § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG );1)

die Vergütungen, die der Mitunternehmer von seiner Gesellschaft bezieht für

-

eine Tätigkeit in ihrem Dienst,

-

die Überlassung von Wirtschaftsgütern (Vermietung/Verpachtung),

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die Gewährung von Darlehen (Zinsen, Damnum bzw. Disagio).

1.49

Beispiel

H ist mit einem Anteil von 25 % Gesellschafter der H-OHG, deren Geschäftszweck der Handel mit Gemüse ist. Der Gewinn der OHG beträgt 120.000 Euro. H erhält für seine Tätigkeit als Vertriebsleiter der OHG eine monatliche Vergütung von 5.000 Euro. Außerdem hat H an die OHG ein Grundstück für Lagerzwecke vermietet. Die Miete beträgt monatlich 1.000 Euro.