§ 1 a KSchG
Stand: 14.10.2020
zuletzt geändert durch:
Viertes Gesetz zur Änderung des Seearbeitsgesetzes und anderer Gesetze, BGBl. I S. 2112
ERSTER ABSCHNITT Allgemeiner Kündigungsschutz

§ 1 a KSchG Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung

§ 1 a Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung

KSchG ( Kündigungsschutzgesetz )

 
 

(1)  1Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und erhebt der Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung. 2Der Anspruch setzt den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann. (2)  1Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. 2§ 10 Abs. 3 gilt entsprechend. 3Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.