BFH - Urteil vom 24.02.1988
X R 67/82
Normen:
UStG (1980) § 15a Abs. 1 bis 4, § 16 Abs. 2 S. 2, § 19 Abs. 3, Abs. 4 S. 1 Nr. 2 ;
Fundstellen:
BFHE 152, 565
BStBl II 1988, 622
Vorinstanzen:
FG des Saarlandes,

BFH - Urteil vom 24.02.1988 (X R 67/82) - DRsp Nr. 1996/12950

BFH, Urteil vom 24.02.1988 - Aktenzeichen X R 67/82

DRsp Nr. 1996/12950

»1. Zum Begriff des Hilfsumsatzes i. S. des § 19 Abs. 4 S. 1 Nr. 2 UStG (1980). 2. Das Rückgängigmachen des Vorsteuerabzugs (§ 15a Abs. 1 bis 4 UStG (1980)) führt nicht zur Berichtigung der Steuerfestsetzung für das Kalenderjahr der erstmaligen Verwendung (Anschluß an BFH-Urteil vom 9.4.1987 V R 23/80, BFHE 149, 323, 327, BStBI II 1987, 527). 3. Im Falle regelversteuernder Kleinunternehmer sind die Vorschriften über die Berichtigung des Vorsteuerabzugs (§ 15a UStG (1980)) in der Weise "zu berücksichtigen" (§ 19 Abs. 3 S. 6 UStG (1980)), daß bei Rückgängigmachen des Vorsteuerabzugs der Steuerabzugsbetrag nur bis zu einem Betrag von höchstens 2 562 DM gewährt wird.«

Normenkette:

UStG (1980) § 15a Abs. 1 bis 4, § 16 Abs. 2 S. 2, § 19 Abs. 3, Abs. 4 S. 1 Nr. 2 ;

Gründe:

I. Die Kläger und Revisionsbeklagten (Kläger) waren Miteigentümer zu je 1/2 einer Eigentumswohnung in B. Anläßlich des Erwerbs dieser Wohnung waren ihnen auf Herstellungskosten entfallende Vorsteuern in Höhe von 9.767,72 DM in Rechnung gestellt worden. Die Kläger haben auf die Steuerbefreiung des § 4 Nr. 12 des Umsatzsteuergesetzes 1980 (UStG) verzichtet (§ 9 UStG) und für die Regelbesteuerung optiert. Der Beklagte und Revisionskläger (das Finanzamt -FA-) erstattete die für das II.Quartal 1980 vorangemeldeten Vorsteuern in der geltend gemachten Höhe.