Gemeinschaftsgebiet

Autor: Diplom-Finanzwirt Dieter Spangenberg

Gemeinschaftsgebiet

Nach § 1 Abs. 2a UStG ist das Gemeinschaftsgebiet i.S.d. UStG das Inland nach § 1 Abs. 2 Satz 1 UStG und die Gebiete der übrigen Mitgliedstaaten der EU, die nach dem Gemeinschaftsrecht als Inland dieser Mitgliedstaaten gelten. Das Gemeinschaftsgebiet bestimmt sich nach den Gemeinschaftsverträgen. Aufgrund der verschiedenen völkerrechtlichen Besonderheiten ergeben sich hinsichtlich der Geltungsbereiche des Gemeinschaftsrechts in den einzelnen Mitgliedstaaten diverse Abweichungen. Dabei gilt für Deutschland:

Alle Hoheitsgebiete der Bundesrepublik Deutschland sind völkerrechtlich Gemeinschaftsgebiet.

Helgoland, die deutsche Exklave Büsingen am Hochrhein und die Freizonen i.S.d. Art. 243 des Zollkodex der Union zählen zollrechtlich nicht zum Gemeinschaftsgebiet.

Folgende 28 Staaten gehören derzeitig der EU an:

Belgien (Gründungsmitglied 1958)

Deutschland (Gründungsmitglied 1958)

Frankreich (Gründungsmitglied 1958)

Italien (Gründungsmitglied 1958)

Luxemburg (Gründungsmitglied 1958)

Niederlande (Gründungsmitglied 1958)

Dänemark (Beitritt 1973)

Irland (Beitritt 1973)

Griechenland (Beitritt 1981)

Portugal (Beitritt 1986)

Spanien (Beitritt 1986)

Finnland (Beitritt 1995)

Österreich (Beitritt 1995)

Schweden (Beitritt 1995)

Tschechische Republik (Beitritt 2004)

Estland (Beitritt 2004)

Zypern (Beitritt 2004, griechischer Teil)

Lettland (Beitritt 2004)

Litauen (Beitritt 2004)

Ungarn (Beitritt 2004)

(Beitritt 2004)