BFH - Urteil vom 08.07.2025
XI R 31/23
Normen:
UStG § 17 Abs. 1 S. 1; UStG § 17 Abs. 2 Nr. 2; UStG § 10 Abs. 1 S. 3; EGRL 112/2006 Art. 65; EGRL 112/2006 Art. 90; EGRL 112/2006 Art. 184;
Fundstellen:
BB 2025, 2518
DStR 2025, 2724
BFH/NV 2025, 1604
Vorinstanzen:
FG Sachsen, vom 06.09.2023 - Vorinstanzaktenzeichen 8 K 1202/22

Vorsteuerberichtigung bei Entgeltrückzahlung durch Bürgen

BFH, Urteil vom 08.07.2025 - Aktenzeichen XI R 31/23

DRsp Nr. 2025/12707

Vorsteuerberichtigung bei Entgeltrückzahlung durch Bürgen

1. NV: Wird eine Anzahlung, die der Unternehmer für eine nicht erbrachte Leistung gezahlt hat, teilweise an den Unternehmer zurückgezahlt, ist der in Anspruch genommene Vorsteuerabzug auch dann nach § 17 Abs. 2 Nr. 2 des Umsatzsteuergesetzes teilweise zu berichtigen, wenn die Rückzahlung durch einen Dritten (hier: Bürgen) erfolgt (Anschluss an das Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 17.05.2001 - V R 38/00, BFHE 195, 437, BStBl II 2003, 434, unter II.2., sowie den BFH-Beschluss vom 14.02.2008 - V B 165/06, BFH/NV 2008, 999, unter II.2.a). 2. NV: Der zurückgezahlte Betrag ist auch dann in Entgelt und Umsatzsteuer aufzuteilen, wenn die Absicherung durch die Bürgschaft nur in Höhe eines Betrages erfolgt ist, der dem Entgelt (als Nettobetrag) entspricht.

Tenor

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Sächsischen Finanzgerichts vom 06.09.2023 - 8 K 1202/22 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.

Normenkette:

UStG § 17 Abs. 1 S. 1; UStG § 17 Abs. 2 Nr. 2; UStG § 10 Abs. 1 S. 3; EGRL 112/2006 Art. 65; EGRL 112/2006 Art. 90; EGRL 112/2006 Art. 184;

Gründe

I.