BFH vom 10.12.1981
V R 75/76
Normen:
UStDB (1951) § 33, § 68 Abs. 1; UStG (1951) § 1 Nr. 1 ; UStG (1951/1967) § 4 Nr. 8 ; UStG (1967) § 1 Abs. 1 Nr. 1 ;
Fundstellen:
BFHE 134, 470
BStBl II 1982, 200

BFH, vom 10.12.1981 - Aktenzeichen V R 75/76

DRsp Nr. 1997/15146

»1. Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung des echten und des unechten Factoringgeschäfts. 2. Beim unechten Factoringgeschäft liegt kein Umsatz von Geldforderungen vor (Abweichung vom Urteil vom 10.08.1972 V R 64/68 , BFHE 107, 243, BStBl II 1973, 37).«

Normenkette:

UStDB (1951) § 33, § 68 Abs. 1; UStG (1951) § 1 Nr. 1 ; UStG (1951/1967) § 4 Nr. 8 ; UStG (1967) § 1 Abs. 1 Nr. 1 ;

I. Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) war früher einzige persönlich haftende Gesellschafterin der X-Bank AG & Co. KG, deren Geschäfte sie nach Ausscheiden der beiden Kommanditisten ohne Liquidation mit sämtlichen Aktiven und Passiven übernahm. Den Gegenstand des Unternehmens behielt die Klägerin bei.

Die Kommanditgesellschaft hatte das Factoringgeschäft betrieben. Der X-Bank AG erteilte das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen "als persönlich haftender Gesellschafterin der X-Bank AG & Co." die Erlaubnis, ab dem 1. Oktober 1963 bestimmte Bankgeschäfte zu tätigen.

Die Kommanditgesellschaft unterschied -wie später die Klägerin- (im folgenden stets Klägerin) zwischen dem sog. Inland- Factoring und dem sog. Import-Factoring. Die Geschäfte wurden nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) folgendermaßen abgewickelt: