AG Berlin-Charlottenburg vom 22.04.1991
142 F 13672/90
Normen:
BGB § 1601, § 1603, § 1609 ;
Fundstellen:
FamRZ 1991, 858
LSK-FamR/Hannemann, § 1601 BGB LS 24
LSK-FamR/Hannemann, § 1603 BGB LS 42
LSK-FamR/Hannemann, § 1609 BGB LS 3

AG Berlin-Charlottenburg - 22.04.1991 (142 F 13672/90) - DRsp Nr. 1994/15424

AG Berlin-Charlottenburg, vom 22.04.1991 - Aktenzeichen 142 F 13672/90

DRsp Nr. 1994/15424

A. Erhöhten Unterhalt aus einer nach §§ 49 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2, 50 Abs. 1 Satz 1 JWG aufgenommenen, vollstreckbaren Urkunde kann der Unterhaltsberechtigte wahlweise entweder durch Abänderungsklage oder durch Erst- bzw. Zusatzklage geltend machen. B. Hat der Unterhaltsschuldner ein Stiefkind in seinen Haushalt aufgenommen, so erhöht weder der ihm hieraus erwachsende Steuervorteil noch der stiefkindbezogene Anteil der Berlinförderung den Unterhaltsanspruch eines minderjährigen leiblichen Kindes. C. Der Grundsatz des § 1609 BGB ist nicht anwendbar, wenn das minderjährige leibliche Kind des Unterhaltspflichtigen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu einem Stiefkind des Unterhaltspflichtigen steht.

Normenkette:

BGB § 1601, § 1603, § 1609 ;

Hinweise:

C. Das leibliche Kind partizipiert daher nicht an einem Steuervorteil, der dem Elternteil wegen des Stiefkindes erwächst, vgl. LSK-FamR/Hannemann, § 1603 BGB LS 41.

Fundstellen
FamRZ 1991, 858
LSK-FamR/Hannemann, § 1601 BGB LS 24
LSK-FamR/Hannemann, § 1603 BGB LS 42
LSK-FamR/Hannemann, § 1609 BGB LS 3