BFH - Urteil vom 14.02.2019
V R 47/16
Normen:
GG Art. 103 Abs. 1; FGO § 96 Abs. 2, § 116 Abs. 3 Satz 3, § 118 Abs. 2; AO § 163 , § 227 ; UStG § 14 Abs. 4 , § 14a , § 15 Abs. 1 ; MwStSystRL Art. 167, Art. 178 Buchst. a, Art. 226 Nr. 5;
Fundstellen:
BB 2019, 1237
BB 2019, 1443
BFH/NV 2019, 783
DB 2019, 1242
DStR 2019, 1086
DStRE 2019, 788
GmbHR 2019, 731
NJW 2019, 1766
NZG 2019, 791
UR 2019, 465
Vorinstanzen:
FG München, vom 26.07.2016 - Vorinstanzaktenzeichen 2 K 710/14

BFH, Urteil vom 14.02.2019 - Aktenzeichen V R 47/16

DRsp Nr. 2019/7566

Anforderungen an die Identität von Rechnungsaussteller und leistendem Unternehmer als Voraussetzung des Vorsteuerabzugs

Die für die Berechtigung zum Vorsteuerabzug nach ständiger Rechtsprechung erforderliche Identität von Rechnungsaussteller und leistendem Unternehmer entspricht der Rechtsprechung des EuGH, der zufolge die Angabe der Anschrift, des Namens und der Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer des Rechnungsausstellers es ermöglichen soll, eine Verbindung zwischen einer bestimmten wirtschaftlichen Transaktion und dem Rechnungsaussteller herzustellen.

Tenor

Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Finanzgerichts München vom 26. Juli 2016 2 K 710/14 wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.

Normenkette:

GG Art. 103 Abs. 1; FGO § 96 Abs. 2, § 116 Abs. 3 Satz 3, § 118 Abs. 2; AO § 163 , § 227 ; UStG § 14 Abs. 4 , § 14a , § 15 Abs. 1 ; MwStSystRL Art. 167, Art. 178 Buchst. a, Art. 226 Nr. 5;

Gründe

I.

Streitig ist, ob der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt —FA—) zu Recht den Vorsteuerabzug des Klägers und Revisionsklägers (Kläger) gekürzt und eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgründen abgelehnt hat.