BFH - Urteil vom 30.05.1996
V R 2/95
Normen:
LStDV (1990) § 1 Abs. 2 ; UStG (1980) § 2 Abs. 1 ;
Fundstellen:
BB 1996, 1876
BB 1996, 2025
BFHE 180, 213
BStBl II 1996, 493
DB 1996, 2160
DStR 1996, 1364
DStZ 1996, 740
NJW 1997, 1189
Vorinstanzen:
FG Köln,

BFH, Urteil vom 30.05.1996 - Aktenzeichen V R 2/95

DRsp Nr. 1996/28482

»Bei der Frage, ob eine gastspielverpflichtete Opernsängerin in den Theaterbetrieb eingegliedert und deshalb nichtselbständig oder selbständig tätig ist, ist nicht einseitig auf die Verpflichtung zur Teilnahme an Proben abzustellen (Abgrenzung zum Schreiben des BMF vom 5. Oktober 1990 IV B 6 -S 2332- 73/90, BStBl I 1990, 638).«

Normenkette:

LStDV (1990) § 1 Abs. 2 ; UStG (1980) § 2 Abs. 1 ;

Gründe:

I.

Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) ist Opernsängerin. Seit 1978 lebt und arbeitet sie in Europa.

Ab 1982 übernahm sie in stetig steigendem Ausmaß mit Hilfe einer für sie tätigen Agentur Gastspielverpflichtungen als Solistin an Bühnen im In- und Ausland (Erhebungsgebiet und Außengebiet). In den Streitjahren (1984 und 1985) trat sie in folgenden Städten des Erhebungsgebiets auf: in W, S, H, B, M und K.