BGH vom 23.09.1987
IVb ZB 18/85
Normen:
BGB § 1587a Abs 3 Nr 2 ; Barwert-Verordnung i.d.F. v. 22. Mai 1984 BGBl I 692, § 2 Abs. 2 Satz 4;
Fundstellen:
BGHR BGB § 1587a Abs. 3 Nr. 2 Teildynamik 2
BGHR BarwertVO § 2 Abs. 2 Satz 4 Verfassungsmäßigkeit 1
DRsp I(166)179b
FamRZ 1987, 1241
MDR 1988, 130

BGH, vom 23.09.1987 - Aktenzeichen IVb ZB 18/85

DRsp Nr. 1992/2925

Bewertung der Bayerischen Apothekerversorgung

»a) Die Bayerische Apothekerversorgung ist im Anwartschaftsteil statisch und im Leistungsteil volldynamisch. Beim Versorgungsausgleich bedarf es einer Umrechnung mit Hilfe der Barwert-Verordnung. b) Es ist mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des GG vereinbar, daß nach § 2 Abs. 2 Satz 4 Barwert-Verordnung (Anmerkung 2 zur Tabelle 1) bei der Bewertung im Leistungsteil volldynamischer Versorgungen ein Zuschlag von 60% auf die Werte zu machen ist, die für statische Versorgungen gelten.«

Normenkette:

BGB § 1587a Abs 3 Nr 2 ; Barwert-Verordnung i.d.F. v. 22. Mai 1984 BGBl I 692, § 2 Abs. 2 Satz 4;

I. Die Parteien haben am 24. Juli 1959 geheiratet. 18. Juni 1980 ist dem am 20. Mai 1934 geborenen Ehemann (Antragsgegner) der Scheidungsantrag der Ehefrau (Antragstellerin) zugestellt worden.

In der Ehezeit (1. Juli 1959 bis 31. Mai 1980, § 1587 Abs. 2 BGB) hat lediglich der Ehemann, von Beruf selbständiger Apotheker, Versorgungsanrechte erworben, und zwar Anwartschaften bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA - weitere Beteiligte zu 2) in Höhe von monatlich 200,20 DM sowie eine Rentenanwartschaft im Nennbetrag von monatlich 238,80 DM bei der Bayerischen Versicherungskammer - Bayerische Apothekerversorgung - (weitere Beteiligte zu 1; im folgenden Bayerische Apothekerversorgung).