OLG Stuttgart vom 29.09.1986
17 WF 375/86
Normen:
BGB §§ 1360, 1360a ;
Fundstellen:
FamRZ 1988, 166
LSK-FamR/Fischer, §§ 1360, 1360a BGB LS 20

OLG Stuttgart, vom 29.09.1986 - Aktenzeichen 17 WF 375/86

DRsp Nr. 1994/13466

Haben minderjährige Kinder wegen ihres Unterhaltsanspruches gegen die wiederverheiratete Mutter deren Taschengeldanspruch gegen den zweiten Ehemann pfänden und sich überweisen lassen, so kann dieser als Drittschuldner sich nicht darauf berufen, er könne wegen anderweitiger Belastungen (Hausbau) seiner Ehefrau kein Taschengeld bezahlen.

Normenkette:

BGB §§ 1360, 1360a ;

Hinweise:

Vgl. auch OLG Bamberg, FamRZ 1988, 948: Drittschuldner wendet sich gegen die Angaben zu seinem Nettoeinkommen.

Vgl. auch OLG Bamberg, FamRZ 1988, 948: Drittschuldner wendet sich gegen die Angaben zu seinem Nettoeinkommen. Bereits im Vollstreckungsverfahren kann der Drittschuldner einwenden (auch sofortige Beschwerde, § 793ZPO bzw. befristete Erinnerung, § 11 Abs. 1 Satz 2 RpflG), wegen der geringen Höhe seines Einkommens entspreche die Pfändung nicht der Billigkeit (LG Dortmund, Rpfleger 1989, 467).

Fundstellen
FamRZ 1988, 166