OLG Celle vom 06.11.1979
17 UF 100/79
Normen:
BGB § 1613 ;
Fundstellen:
FamRZ 1980, 914
LSK-FamR/Hannemann, § 1613 BGB LS 17

OLG Celle, vom 06.11.1979 - Aktenzeichen 17 UF 100/79

DRsp Nr. 1994/8498

Hat der Unterhaltspflichtige einem Hochschulstudium des Unterhaltsberechtigten zugestimmt, so genügt es für ein Inverzugsetzen i.S. des § 1613 Abs. 1BGB, wenn das studierende Kind dem Unterhaltsschuldner gegenüber zum Ausdruck bringt, daß es weiterhin Unterhalt fordere und benötige.

Normenkette:

BGB § 1613 ;

Hinweise:

Entsprechend reicht es auch aus, wenn das Kind kurz nach Erlangung der Volljährigkeit dem Unterhaltspflichtigen zu erkennen gibt, daß es auch nach Volljährigkeit den bisher titulierten Unterhalt weiter verlangt: AG Altena, FamRZ 1982, 323. Zu dem Erfordernis der Mahnung als Voraussetzung des Unterhaltsanspruchs für die Vergangenheit vgl. BGH, DRsp I (167) 296 d = FamRZ 1983, 352 = MDR 1983, 651 = NJW 1983, 2318 ; zu den Anforderungen einer verzugsbegründenden Mahnung vgl. BGH, FamRZ 1982, 887 (konkrete Forderung und Kenntnis der Schuld nach "Existenz und Umfang") und OLG Karlsruhe, FamRZ 1980, 917. Zur Erforderlichkeit einer erneuten Mahnung nach Beseitigung bereits eingetretenen Verzugs vgl. auch LSK-FamR/Hannemann, § 1613BGB LS 38; LSK-FamR/Hannemann, § 1613BGB LS 39. Zum maßgeblichen Zeitpunkt für den Verzugseintritt nach Mahnung vgl. BGH, FamRZ 1990, 283 = MDR 1990, 320 = NJW 1990, 3153 = NJW-RR 1990, 323.

Fundstellen
FamRZ 1980, 914
LSK-FamR/Hannemann, § 1613 BGB LS 17