BFH vom 15.05.1975
V R 84/70
Normen:
BHGBHG (1964) § 2 Abs. 1, 6; FGO § 40 ;
Fundstellen:
BFHE 117, 1
BStBl II 1976, 41

BFH, vom 15.05.1975 - Aktenzeichen V R 84/70

DRsp Nr. 1997/12646

»Ist zwischen dem Steuerpflichtigen und dem FA streitig, ob eine Umsatzsteuerveranlagung mit der Festsetzung einer (vom Steuerpflichtigen begehrten) negativen Steuerschuld abzuschließen hat, so ist ein Dritter, an den der Steuerpflichtige den etwaigen Auszahlungsanspruch abgetreten hat, nicht nach § 40 Abs. 2FGO befugt, Klage auf Änderung des für den Steuerpflichtigen ungünstigen Steuerbescheids zu erheben.«

Normenkette:

BHGBHG (1964) § 2 Abs. 1, 6; FGO § 40 ;

I. Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) ist Steuerberater. In den Jahren 1965 bis 1969 war er Gesellschafter der A.-GmbH (GmbH), die neben dem Kläger als Klägerin Beteiligte des Klageverfahrens gewesen ist. Als Steuerberater betreute der Kläger ua die Speckräucherei B.-GmbH und Co KG in Berlin (West) und die Speckgroßhandlung C. & Sohn in F. (Bundesgebiet). Die Westberliner KG belieferte den westdeutschen Abnehmer mit Speck. Dieser machte wegen der Bezüge aus Berlin (West) Kürzungsansprüche nach § 2 Abs 1 des Berlinhilfegesetzes vom 19. August 1964 - BHG 1964 - (Bundesgesetzblatt I 1964 S 647 - BGBl I 1964, 647 -, BStBl 1.1964, 510) geltend.