FG München - Urteil vom 10.12.2008
14 K 2137/07
Normen:
ZKDV Art. 230; ZKDV Art. 233; UStG § 13 ; UStG § 13a; UStG § 21 ; Zollbefreiungs-VO Art. 2; Zollbefreiungs-VO Art. 11; Zollbefreiungs-VO Art. 45; Zollbefreiungs-VO Art. 47;

FG München, Urteil vom 10.12.2008 - Aktenzeichen 14 K 2137/07

DRsp Nr. 2009/10785

Konsequenzen einer vorschriftswidrigen Einfuhr von Schnmuck ins Gemeinschaftsgebiet; Nachweis eines Heiratsguts, Voraussetzungen für ein Übersiedlungsgut

1. Eine Zollbefreiung für Heiratsgut kann nicht mehr in Anspruch genommen werden, wenn der Einführer der Ware bereits vor der Eheschließung im Zolllgebiet der Gemeinschaft gewohnt hat. 2. Übersiedungsgut kann nur angenommen werden, wenn der Empfänger nicht bereits vor der Einfuhr in Deutschland gewohnt hat. 3. Die Zollschuld ist im Streitfall gem. Art. 215 Abs. 1 zweiter Anstrich ZK in Deutschland entstanden, da nicht festgestellt werden kann, wo genau der Schmuck vorschriftswidrig in das Zollgebiet der Gemeinschaft verbracht worden ist.

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Der Kläger trägt die Kosten des Verfahrens.

Normenkette:

ZKDV Art. 230; ZKDV Art. 233; UStG § 13 ; UStG § 13a; UStG § 21 ; Zollbefreiungs-VO Art. 2; Zollbefreiungs-VO Art. 11; Zollbefreiungs-VO Art. 45; Zollbefreiungs-VO Art. 47;

Tatbestand:

I.

Streitig ist, ob der Kläger Schuldner von Einfuhrabgaben geworden ist.