BFH - Urteil vom 18.12.1996
XI R 25/94
Normen:
UStG (1980) § 2 Abs. 2 Nr. 2 ;
Fundstellen:
BB 1997, 1194
BB 1997, 1676
BFHE 182, 392
BStBl II 1997, 441
DB 1997, 1379
DStR 1997, 920
DStZ 1997, 497
NJW-RR 1997, 1395
Vorinstanzen:
FG München,

BFH, Urteil vom 18.12.1996 - Aktenzeichen XI R 25/94

DRsp Nr. 1997/4512

»Organschaft setzt die Eingliederung einer Organgesellschaft in ein übergeordnetes Unternehmen als Organträger voraus. Diese Voraussetzungen liegen nicht vor, wenn die Anteile zweier Kapitalgesellschaften ausschließlich von natürlichen Personen im Privatvermögen gehalten werden.«

Normenkette:

UStG (1980) § 2 Abs. 2 Nr. 2 ;

Gründe:

I.

1. Die Klägerin und Revisionsbeklagte (Klägerin) ist eine GmbH, deren Anteile ausschließlich ihrem Geschäftsführer S gehören. 1984 erwarben S (zu 92,5 %) und seine Ehefrau (E - zu 7,5 %) die Anteile an der T-GmbH, deren Geschäftsführer ebenfalls S ist; die Vertretungsbefugnis zweier weiterer Geschäftsführer war im Innenverhältnis eingeschränkt. Die Klägerin übernahm den Auslandsexport der T-GmbH. Mit Wirkung vom 1. Juli des Streitjahres 1986 gründeten S und E eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), deren Geschäfte wiederum S führte; sie vermietet Anlagevermögen an die T-GmbH. Die GbR wies die Anteile von S und E an der T-GmbH als Sonderbetriebsvermögen aus.