OLG Frankfurt/Main - Beschluss vom 24.07.2018
18 W 84/18
Normen:
GVKostG § 9; KVGv § 701; UStG § 1 ; UStG § 2 ; UStG § 14 ; GVG § 154; GVO § 1; GVO § 63; GVGA § 25; GVGA § 100; DB-GvKostG Nr. 7;
Fundstellen:
MDR 2018, 1343
Vorinstanzen:
LG Hanau, vom 11.04.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 8 T 9/18

OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 24.07.2018 - Aktenzeichen 18 W 84/18

DRsp Nr. 2018/15331

Pflicht des Gerichtsvollziehers zum gesonderten Ausweis der von der Deutschen Post AG berechneten Umsatzsteuer auf das Entgelt für die Zustellung mit Postzustellungsurkunde

Mangels einer entsprechenden gesetzlichen Regelung muss ein Gerichtsvollzieher, der gemäß § 9 GVKostG in Verbindung mit Nr. 701 KVGv Entgelte für Zustellungen mit Zustellungsurkunde als Auslagen in Rechnung stellt, den Betrag der Umsatzsteuer, die die Deutsche Post AG seit dem 1. September 2016 auf Postzustellungsaufträge erhebt, in seiner Kostenrechnung nicht gesondert ausweisen. Dies gilt auch dann, wenn der Gläubiger vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Tenor

Die weitere Beschwerde der Beschwerdeführerin vom 26.04.2018 gegen den Beschluss des Landgerichts Hanau vom 11.04.2018 wird zurückgewiesen.

Das Verfahren zur Entscheidung über die weitere Beschwerde ist gerichtsgebührenfrei.

Kosten werden nicht erstattet.

Normenkette:

GVKostG § 9; KVGv § 701; UStG § 1 ; UStG § 2 ; UStG § 14 ; GVG § 154; GVO § 1; GVO § 63; GVGA § 25; GVGA § 100; DB-GvKostG Nr. 7;

Gründe