BGH - Beschluß vom 26.05.1982
IVb ZB 718/81
Normen:
BGB § 1587a;
Fundstellen:
BGHZ 84, 158
FamRZ 1982, 899
FamRZ 1982, 899, 901
FamRZ 1982, 899, 906
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 4
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 55
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 59
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 73.39.
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 80.15.
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 80.7.
LSK-FamR/Runge, § 1587a BGB LS 81
NJW 1982, 1989

BGH, Beschluß vom 26.05.1982 - Aktenzeichen IVb ZB 718/81

DRsp Nr. 1994/4857

Rechtsnatur der Leistungen der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes; Bewertung von Anwartschaften

A. Leistungen der Zusatzversorgungen des öffentlichen Dienstes (hier: VBL) stellen keine Versorgung nach beamtenrechtlichen Grundsätzen dar. Sie zählen zu den betrieblichen Altersversorgungen; dies folgt aus § 18 BetrAVG (in dem die Zusatzversorgungseinrichtungen ausdrücklich aufgeführt sind). B. Soweit § 1587a Abs. 2 Nr. 3 Satz 2 BGB Anrechte aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, die sich nach einem Bruchteil entrichteter Beiträge bemessen, aus den Berechnungsvorschriften für die betriebliche Altersversorgung herausnimmt und auf diejenige in § 1587a Abs. 2 Nr. 4 c BGB verweist, gilt dies nicht für die Anwendung der Verfallbarkeitsregelung. Auch die Anwartschaften aus der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes sind im öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich nur auszugleichen, wenn und soweit sie zum Zeitpunkt der Entscheidung unverfallbar sind.