BFH - Urteil vom 19.12.2002
V R 28/00
Normen:
UStG (1980) § 4 Nr. 14 ; Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 lit. c ; SGB V § 124 ;
Fundstellen:
BB 2003, 833
BFH/NV 2003, 732
BFHE 201, 330
BStBl II 2003, 532
DB 2003, 866
DStRE 2003, 629
Vorinstanzen:
FG Düsseldorf, vom 18.11.1991 - Vorinstanzaktenzeichen 5 K 368/87

BFH, Urteil vom 19.12.2002 - Aktenzeichen V R 28/00

DRsp Nr. 2003/5723

Umsatzsteuerbefreiung für medizinische Fußpfleger

»1. Die Steuerbefreiung der Umsätze aus heilberuflicher Tätigkeit i.S. von § 4 Nr. 14 UStG setzt (richtlinienkonform) voraus, dass es sich um ärztliche oder arztähnliche Leistungen handeln muss, und dass diese von Personen erbracht werden, die die erforderlichen beruflichen Befähigungsnachweise besitzen.2. Das Fehlen einer berufsrechtlichen Regelung für medizinische Fußpfleger in dem für die Besteuerung zuständigen Bundesland ist für sich allein kein Hinderungsgrund für die Befreiung.3. Die im BMF-Schreiben vom 28. Februar 2000 (BStBl I 2000, 433) vertretene Auffassung, ausreichendes Indiz für das Vorliegen einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit könne die Zulassung des jeweiligen Unternehmers bzw. die regelmäßige Zulassung seiner Berufsgruppe gemäß § 124 Abs. 2SGB V durch die zuständigen Stellen der gesetzlichen Krankenkassen sein, ist nicht zu beanstanden.«

Normenkette:

UStG (1980) § 4 Nr. 14 ; Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 lit. c ; SGB V § 124 ;

Gründe: