BGH - Urteil vom 20.02.2019
VIII ZR 66/18
Normen:
BGB § 151; BGB § 157; BGB § 316; BGB § 315 Abs. 3 S. 1; BGB § 433 Abs. 2; BGB a.F. § 651 S. 1; BGB § 812 Abs. 1 S. 2 Alt. 1; UStG § 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 7 -8; UStG § 14c Abs. 1 ;
Vorinstanzen:
AG Aachen, vom 14.09.2017 - Vorinstanzaktenzeichen 107 C 540/16
LG Aachen, vom 09.02.2018 - Vorinstanzaktenzeichen 6 S 118/17

BGH, Urteil vom 20.02.2019 - Aktenzeichen VIII ZR 66/18

DRsp Nr. 2019/5476

Verpflichtung eines Privatpatienten zur Zahlung von Umsatzsteuer für patientenindividuell im Rahmen einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus hergestellten Zytostatika; Umsatzsteuerfreiheit einer im Rahmen einer ambulant in einem Krankenhaus durchgeführten Heilbehandlung; Verpflichtung eines Krankenhauses zur Rückerstattung von vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge

Zu den Rückforderungsansprüchen eines privaten Krankenversicherers beim Ansatz einer (materiell-rechtlich nicht angefallenen) Umsatzsteuer für die Herstellung und Verabreichung von Zytostatika, wenn das Krankenhaus in seinen Rechnungen die Umsatzsteuer nicht in einer den Anforderungen der § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 und 8 , § 14c Abs. 1 UStG entsprechenden Weise erstellt hat (im Anschluss an Senatsurteil vom 20. Februar 2019 - VIII ZR 7/18 , zur Veröffentlichung bestimmt; Abgrenzung zu Senatsurteilen vom 20. Februar 2019 - VIII ZR 115/18 und VIII ZR 189/18, jeweils zur Veröffentlichung bestimmt).

Tenor

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil der 6. Zivilkammer des Landgerichts Aachen vom 9. Februar 2018 aufgehoben.

Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Normenkette:

BGB § 151; BGB § 157; BGB § 316; BGB § 315 Abs. 3 S. 1; BGB § 433 Abs. 2; BGB a.F. § 651 S. 1; BGB § 812 Abs. 1 S. 2 Alt. 1; UStG § 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 7 -8; UStG § 14c Abs. 1 ;